Foto: Cornelia Noll
Foto: Cornelia Noll

Auf großes Interesse ist der Workshop „Baukultur: Architektur trifft Schule“ am 26. Januar gestoßen. 15 Lehrkräfte und 13 Architekten (bzw. angehende Architekten und Landschaftsarchitekten) nahmen teil. Darunter waren einige „Wiederholungstäter“, die bereits einmal oder sogar mehrmals am Projekt teilgenommen haben. Erfreulich ist auch: Die Bandbreite der teilnehmenden Schulen wird immer größer. Neben Grundschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien waren auch eine Berufsschule, eine Förderschule sowie das Staatliche Studienseminar vertreten. 

Viele Anregungen erhielten die Teilnehmer in dem Impulsvortrag von Christine Sauerbaum-Thieme, die eindrücklich und ausführlich die Arbeitsweise mit den von der Wüstenrot Stiftung entwickelten Arbeitsmaterialien vorstellte. Als Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geschichte war die Berliner Oberstudiendirektorin a. D. an der Entwicklung der sogenannten „Curricularen Bausteine“ beteiligt. Ziel war und ist es nicht, Architektur als neues Schulfach zu etablieren. Vielmehr geht es darum zu zeigen, wie die Themen Architektur und Baukultur in den Regelunterricht − in verschiedenste Fächer − eingebunden werden können. Dies gilt für alle Schularten und Klassenstufen und kann unter Berücksichtigung der Rahmenlehrpläne erfolgen.

Die modular aufgebauten Arbeitsblätter können in 1 – 2 Unterrichtsstunden eingesetzt, aber ebenso auch als fachübergreifendes Projekt verwendet werden. Anhand des Themas „Flughafen BER“ zeigte Sauerbaum-Thieme auf, wie Bezüge zu unterschiedlichsten Fächern (z. B. Politik, Physik, Biologie, Bildende Kunst, Deutsch und Geografie) hergestellt werden können. Und anhand der neu erschienenen fächerverbindenden Arbeitshefte „Hochhäuser/Türme“, „Brücken“ und „Bahnhöfe/Gleise“ verdeutlichte sie die Möglichkeiten der Projektarbeit. Für das Schuljahr 2017/18 kündigte sie ein neues fächerverbindendes Arbeitsheft zum Thema „Der öffentliche Raum – ein Ort für Begegnung und Integration“ an.

Nach einer Kaffeepause und kurzer Vorstellungsrunde der Teilnehmer entwickelte sich ein lebhafter Dialog an den Arbeitstischen. Gemeinsam lotete man Projekt-ideen aus und suchte den geeigneten Tandempartner − was in den meisten Fällen sehr schnell und unkompliziert gelang.

Man darf gespannt sein, welche Themen im zweiten Schulhalbjahr umgesetzt werden.

„Baukultur: Architektur trifft Schule“ ist ein Kooperationsprojekt der AKS, des Ministeriums für Bildung und Kultur, des Landesinstituts für Pädagogik und Medien (LPM) sowie der Wüstenrot Stiftung.  Es wird in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge durchgeführt.


Cornelia Noll

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