Anke Rehlinger und Alexander Schwehm bei der Begrüßung, Foto: Oliver Dietze
Anke Rehlinger und Alexander Schwehm bei der Begrüßung, Foto: Oliver Dietze

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr und die Architektenkammer des Saarlandes haben den Preis für „Industrie- und Gewerbebauten im Saarland 2017“ verliehen.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger verlieh am Donnerstagabend, 15. März, zwei hochkarätige Preise an die saarländische Kreativszene: den Saarländischen Staatspreis für Design 2017 und den Architekturpreis „Industrie- und Gewerbebauten im Saarland“.

„Design ist ein Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg. Gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung sind Fragen der kreativen Gestaltung in Wertschöpfungsprozessen wichtiger denn je“, sagte Anke Rehlinger bei der Preisverleihung im Festsaal des Pingusson-Baus. Die Kultur und Kreativwirtschaft spiele beim Wandel von der klassischen Industriegesellschaft hin zu einer wissensbasierten Dienstleistungsgesellschaft eine wichtige Rolle. Der Staatspreis solle saarländische Unternehmen auch dazu motivieren, bei der Produktgestaltung den Fokus verstärkt auf das Design zu legen, so die Ministerin. Vergeben wird der Staatspreis für Design im zweijährigen Rhythmus seit 1993.

Außerdem wurde der 2017 erstmals ausgelobte Architekturpreis „Industrie- und Gewerbebauten im Saarland“ verliehen. Alexander Schwehm, Präsident der Architektenkammer des Saarlandes, führte aus: „Die Idee des Preises ist es, Ideen saarländischer Architekten und ihrer Bauherren zur Zukunftsfähigkeit von Gewerbebauten zu würdigen. Dabei spielen natürlich Nachhaltigkeit, Quartiersentwicklung und Innovation eine wesentliche Rolle. Zudem wurde besonderes Augenmerk auf die Nutzer gelegt. Ihnen sollen die Gebäude als qualitätsvolle, zukunftsweisende Arbeitsstätten dienen, mit denen sie sich identifizieren und in denen sie sich vor allem wohlfühlen können.“

Wirtschaftsministerin Rehlinger dankte neben der Architektenkammer auch der K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH, die „im Auftrag des Wirtschaftsministeriums ein völlig neues und gelungenes Format der Preisvergabe erarbeitet hatte.“ Die ganztägige Veranstaltung “Zukunft durch Gestaltung: eine Tisch/Gesellschaft” fand im Pingusson-Bau in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes statt. Neben der Preisverleihung gab es ein Symposium, das mehrere Workshops mit Teilnehmern unterschiedlicher Branchen umfasste.

Staatssekretär Jürgen Barke, der am Workshop „Aufbruch/Erinnerung“ teilnahm, sagte: „Der traditionelle Ablauf von konventionellen Preisvergaben mit der simplen Übergabe von Urkunden wurde erfolgreich durchbrochen. Wir haben einen neuen Maßstab von Preisverleihungen gesetzt, der das Profil des Saarlands als Kreativstandort bundesweit weiter schärft.“

architektur.staatspreis.saarland

Text: Referat M/6, MfWAEV