Buchvorstellung Schwarz-Paqué; Foto: Cornelia Noll
Buchvorstellung Schwarz-Paqué; Foto: Cornelia Noll

Text: Cornelia Noll

So voll wie selten war es am 9. August bei der AKS, als Walter Schwarz-Paqué sein neues Buch vorstellte. „Chez Tantine“, zu Deutsch „Bei Tantchen“, ist ein Restaurant an der französischen Grenze, das sofort an „den Woll“ denken lässt, aber, so Schwarz-Paqué, auch ein beliebiges anderes Lokal sein könnte. In 15 „Grenzgeschichten“, die sich um das Lokal und dessen resolute Wirtin ranken, wird vom Zusammenleben und Zusammentreffen von Saarländern und Lothringern, von Historischem und von Dorfpolitik erzählt, die Schwarz-Paqué „noch schlimmer als die Stadtpolitik“ findet. Diese lernte er – wie man weiß – in seiner Zeit als Kulturdezernent der Landeshauptstadt Saarbrücken kennen.

„Gerne sind wir der Anregung gefolgt, sein zweites Buch in unseren Räumen vorzustellen“, betonte Kammerpräsident Alexander Schwehm. „Wir wissen, die Leidenschaft von Walter Schwarz-Paqué umfasst nicht nur die Architektur, sondern auch das Schreiben.“

In seiner Kostprobe las Schwarz-Paqué Auschnitte zweier Geschichten vor, die die Zuhörer mehr als einmal erheiterten. Es ging um ein Treffen von Helmut Kohl und François Mitterrand „chez Tantine“, Streitigkeiten zwischen den Grenzorten Grossebouche und Kleinmund um die Ausrichtung eines Weltkriegspanzers und zu guter Letzt um das Bauvorhaben eines sehr kreativen, von sich überzeugten Architekten. Die Geschichten haben laut Schwarz-Paqué einen wahren Kern, wurden aber an andere Orte verlegt und (humoristisch) aufbereitet.

Eine amüsante Lesung, die neugierig auf mehr machte. „Chez Tantine“ ist seit dem 10. August im Buchhandel erhältlich.