1. Preis: ama – Architekturbüro Michael Auerbacher, Burghausen; Modellfoto: FREESE Architekten
1. Preis: ama – Architekturbüro Michael Auerbacher, Burghausen; Modellfoto: FREESE Architekten

Wettbewerbsverfahren: Einstufiger und begrenzt offener Realisierungswettbewerb nach GRW Saar
Wettbewerbsaufgabe: Erweiterung der Grundschule Saarlouis-Steinrausch
Auslober: Kreisstadt Saarlouis, vertreten durch das Amt für Familien, Soziales, Schulen und Sport sowie das Amt für Gebäude- und Projektmanagement
Wettbewerbsbetreuung: FREESE Architekten, Saarbrücken
Vorsitz des Preisgerichts: Christian Bauer, Luxemburg

Die expressive Form des bestehenden Grundschulgebäudes in Saarlouis-Steinrausch entstand durch den Architekten Walter Schrempf in den 1980er-Jahren. Das 2-geschossige Gebäude ist in einem Halbkreis angelegt und nimmt den Geländeverlauf auf. Die Grundschule soll zu einer teilgebunden Ganztagsschule in Form eines einzügigen Halbtagesbereichs und eines einzügigen Ganztagesbereichs ausgebaut werden. Die ursprünglichen Räume des Bestandsgebäudes können nach dem Umzug neu genutzt werden. Diese Umnutzung war ebenfalls Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe.

Der AKS-Wettbewerbsausschuss bescheinigte der Auslobung des einstufigen anonymen Realisierungswettbewerbs den Übereinstimmungsvermerk nach GRW Saar. Zur Teilnahme waren 8 Büros eingeladen, und 42 wurden durch Losentscheid hinzugewählt. 30 Teilnehmer haben ihre Arbeiten eingereicht.

Preisträger und Beurteilung
Das Preisgericht unter Vorsitz von Christian Bauer aus Luxemburg zeichnete die nachfolgend aufgeführten Arbeiten aus:
1. Preis:
ama – Architekturbüro Michael Auerbacher, Burghausen
2. Preis:
ABMP Amann Burdenski Munkel Preßer
GmbH & Co. KG, Freiburg
3. Preis:
Datscha Architekten, Stuttgart
4. Preis:
berwanger:architektur gmbh, St. Wendel
5. Preis:
CBAG Beaumont Gergen Architekten BDA PartGmbB, Saarlouis
Ankauf:
ArGe FLOSUNDK + JUCA, Saarbrücken.

Beim 1. Preisträger betonte das Preisgericht u. a. die konsequente Fortsetzung der Form des vorhandenen Gebäudes:
„Die Erschließung erfolgt von der Parkplatzfläche und liegt zentral an der Schnittstelle zwischen Alt- und Neubau. (...) Der zweigeschossige Neubauteil wird über einen zentralen Innenhof mit offener Galerie erschlossen. Es ergeben sich gute Blickbeziehungen über die beiden Geschosse, die dem pädagogischen Konzept der offenen Schule entsprechen. Trotz des relativ hohen Raumvolumens ist wegen des hohen Luftraumanteils eine wirtschaftliche Bauweise zu erwarten.“
Empfehlung der Jury
Dem Preisgerichtsprotokoll ist zu entnehmen, dass die Jury „ihre Freude über das durchgängig hohe Niveau der Arbeiten und das große Spektrum von Lösungsansätzen, mit der die Aufgabe beleuchtet wurde“ zum Ausdruck brachte. Das Preisgericht empfiehlt die Arbeit des 1. Preises zur weiteren Bearbeitung.

Text: Kim Ahrend