PRESSEMITTEILUNG
Saarbrücken, 21.09.2018

Architektenkammer des Saarlandes warnt vor einem Verkauf des Saarbrücker Messegeländes

Die Architektenkammer des Saarlandes (AKS) steht dem Verkauf des Saarbrücker Messegeländes an den meistbietenden Investor kritisch gegenüber. Das Gelände sollte, nach Ansicht der Kammer, in stadtplanerischer Hinsicht zukunftsfähig entwickelt und vermarktet werden.

Der Presse war zu entnehmen, dass momentan ein Kaufangebot von 10 Mio. Euro in Aussicht steht. Das sei leicht verdientes Geld für die Landeshauptstadt, das aber genauso leicht auch wieder ausgegeben ist, so der AKS-Präsident Alexander Schwehm. Mit einer nachhaltigen Entwicklung des Geländes könne aber ein Mehrwert für die Bürger der Stadt geschaffen werden. „Saarbrücken braucht nicht noch ein Möbelhaus“, appelliert Schwehm. „Die Stadt muss die Kontrolle darüber behalten, wie das Messegelände entwickelt wird.“

Mit einem Verkauf wäre zudem die Möglichkeit einer Südumfahrung (Verschwenkung der A620 am Messegelände mit Anschluss an die Goldene Bremm) im Rahmen des Großprojekts Stadtmitte am Fluss endgültig verbaut.

Der Internetseite der Landeshauptstadt ist zu entnehmen, dass die Fläche im Masterplan Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung der Landeshauptstadt Saarbrücken primär für nicht störendes Gewerbe und Gewerbeparks vorgesehen ist. Demnach wären auch die Ansiedlungen von Starter-Zentren, Instituten und Büros vorstellbar. Die AKS empfiehlt für die Entwicklung des Geländes die Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbes mit Bürgerbeteiligung, der in einen Masterplan mündet. Nur so lassen sich alle realisierbaren Ideen für das Gelände abschöpfen und die Stadt bleibt Herr über das Verfahren. Denn: Eine Veräußerung sollte immer an eine nachhaltige Entwicklungsstrategie geknüpft sein.

Kontakt:
Architektenkammer des Saarlandes
Kim Ahrend
T. 06 81 – 95 44 10