PRESSEMITTEILUNG
13.06.2017

Erwartungen der Architektenkammer des Saarlandes an ein „Bauministerium“

In den Wahlprüfsteinen der Architektenkammer des Saarlandes (AKS) anlässlich der saarländischen Landtagswahl 2017 stand der Wunsch nach einer Bündelung der Zuständigkeiten in einer Bauverwaltung ganz oben auf der Liste.

Dieser Wunsch wird im Rahmen der momentanen Regierungsbildung erfüllt. Die Zuständigkeiten für Planen und Bauen - außer dem Straßenbau - werden im Innenministerium zusammengefasst. „Eine zentrale Verwaltung aller öffentlichen Bauaufgaben ist gut und richtig“, erklärt Kammerpräsident Alexander Schwehm. „Wir begrüßen, dass Bauminister Bouillon das Personal und die Ausrüstung aufstocken möchte.“ Das Ministerium solle sich hierbei aber bitte „auf seine Bauherrenfunktion fokussieren“. Das bedeutet, staatliche Bauaufgaben werden von der Bauverwaltung vorbereitet und begleitet. Planung und Ausführung werden ausgeschrieben. Dabei sollten die mittelständischen Strukturen des Landes beachtet und Bewerbungshürden öffentlicher Ausschreibungen nicht zu hoch angesetzt werden.

Ein besonderes Werkzeug zur Wahrung und Förderung der regionalen Baukultur ist das Verfahren des Planungswettbewerbs. „Der Architektenwettbewerb ist für den Bauherrn die einfachste Möglichkeit, mehrere individuell erarbeitete Lösungsvorschläge zu erhalten, die er objektiv miteinander vergleichen kann“, so Schwehm. Der Architektenwettbewerb optimiert das Ausschreibungsverfahren. Schwehm weiß: „Die ursprünglich angenommenen Baukosten des Projekts können sich bis zu zehn Prozent verringern, wenn im Vorfeld ein Wettbewerb stattgefunden hat.“ Dies ist einer der Vorteile von Wettbewerbsverfahren, den das neue „Bauministerium“ prüfen und nutzen kann.

Kontakt:
Architektenkammer des Saarlandes
Kim Ahrend
Stellvertretende Geschäftsführerin
Tel.: 0681 95441-0
E-Mail: ahrend@aksaarland.de
 

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