Durch das saarländische Architektengesetz ist der Architektenkammer des Saarlandes u. a. die Möglichkeit eingeräumt worden, für die Kammermitglieder und deren Familienangehörige Fürsorge- und Versorgungseinrichtungen zu errichten oder sich an bestehenden Einrichtungen einer anderen Architektenkammer im Bundesgebiet anzuschließen.

Bereits im Jahre 1952 wurde ein Versorgungswerk der Architektenkammer des Saarlandes gegründet. Pflichtmitglied waren seinerzeit alle freischaffend tätigen Architekten. Das Versorgungswerk war zuständig für die Zahlung von Altersrente sowie Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrente. Es wurde bis 1989 eigenständig verwaltet.

Seit 1990 sind alle Rechte und alle Pflichten auf das Versorgungswerk der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen übertragen worden.

AKTUELLE INFORMATIONEN, Z. B. ZU HÖCHSTABGABEN, SATZUNGSÄNDERUNGEN, GESCHÄFTSBERICHTEN UND ZUM BEFREIUNGSRECHT FINDEN SIE HIER

--------------------------------------------------------
GESETZLICHE RENTENVERSICHERUNG
Befreiungsantrag bei jedem Arbeitsplatzwechsel!


Die seit einiger Zeit von der Deutschen Rentenversicherung Bund (früher BfA) praktizierte Auslegung des Befreiungsrechts ist zwischenzeitlich durch  Entscheidungen des Bundessozialgerichts rechtlich weitgehend abgesichert. Mitglieder des Versorgungswerkes der Architektenkammer, die von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, sollten sich im Falle eines Stellenwechsels umgehend mit dem Versorgungswerk in Düsseldorf in Verbindung setzen (T. 0211-49238-0, info@vw-aknrw. de, www.vw-aknrw.de).

Zu beachten ist, dass künftig immer ein neuer Befreiungsantrag gestellt werden muss, wenn der Arbeitsplatz gewechselt wird. Dabei ist es unerheblich , ob von einem Architekturbüro in ein anderes Architekturbüro gewechselt wird oder lediglich ein Tätigkeitswechsel beim selben Arbeitgeber stattfindet. Für die Befreiungsanträge gilt eine relativ kurze Frist von 3 Monaten. Wird diese Frist versäumt, kann keine rückwirkende Befreiung mehr von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung gewährt werden. Im Falle einer Betriebsprüfung durch die Sozialversicherung kann bei versäumter Frist eine  Nachforderung der Rentenversicherungsbeiträge festgesetzt werden, die schnell in 5-stelligen Beträgen ziffert.

Bei dieser Gelegenheit erscheint auch der Hinweis wichtig, dass im jeweiligen Arbeitsvertrag die Tätigkeit so beschrieben wird, dass eine Verbindung zu den Berufsaufgaben der jeweiligen Fachrichtung hergestellt werden kann, die im Saarländischen Architekten- und Ingenieurkammergesetz formuliert sind. Die Mitgliedschaft in der Architektenkammer wird im Rahmen von Betriebsprüfungen nicht berücksichtigt; geprüft wird, ob der Arbeitnehmer schwerpunktmäßig mit den Berufsaufgaben laut Architektengesetz betraut ist.

Angeregt durch einen Beitrag in den „Verbandsnachrichten“ des Steuerberaterverbandes Schleswig-Holstein machen wir auf eine Publikation der Deutschen Rentenversicherung aufmerksam: „Änderungen im Befreiungsrecht der Rentenversicherung“. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Umsetzung des BSG-Urteils vom 31.10.2012. 
 

Melden Sie sich hier für unser Newsmagazin an