Wer etwas Neues bauen will, muss zuvor häufig vorhandene Bausubstanz abbrechen. Doch bei Abbruchmaßnahmen kommt es nicht selten zu Komplikationen, die den Bauprozess empfindlich stören und damit die Beteiligten terminlich und finanziell in Bedrängnis bringen können. Bei Bestandsbauten ist mit dem Vorkommen von Schadstoffen zu rechnen. Um diese Risiken einzugrenzen, ist eine sorgfältige Planung und Projektvorbereitung der Abbruchmaßnahme erforderlich. Dabei sind vielfältige, sicherheitstechnische, abbruchstatische, rechtliche und technische Anforderungen zu berücksichtigen. Im Seminar wird dies praxisbezogen erörtert. Es wird auf Fragen der Verantwortung und Haftung sowie auf die Erkennung kontaminierter Bereiche und die derzeitig gültigen Vorschriften und Regelungen eingegangen. Dabei werden die Herangehensweise, die Vorarbeiten und mögliche Kriterien zur Objektbeurteilung erläutert. Ausführungen zur gebäudespezifischen Vorgehensweise, zur Erkundung sowie zur Entsorgung von Gefahrstoffen und Abbruchmaterialien bis hin zur Sicherstellung von historischen Baumaterialien bei Abbrucharbeiten schließen sich an. Auch das Thema Schutz der Umwelt und die Arbeitssicherheit bei Abbrucharbeiten werden diskutiert. Auf die besonderen Anforderungen an aussagekräftige Ausschreibungen von Abbruchmaßnahmen wird ebenfalls Bezug genommen: „Nach VOB/A § 7 Abs. 1 Ziffer 1 ist die Leistung so eindeutig und so erschöpfend zu beschreiben, dass alle Bewerber die Beschreibung im gleichen Sinne verstehen müssen und ihre Preise sicher und ohne umfangreiche Vorarbeiten berechnen können.“ Diese Forderung beinhaltet einen sehr hohen Anspruch an die Vollständigkeit und die Qualität einer Abbruchplanung und der Ausschreibung.

 

 

Referent: 
Dipl.-Geol. Andreas B. Eberstein, VDSI BFSI V.S.G.K Essen/Hamburg
Termin: 
17/01/2018 - 09:00 bis 16:00
Anmeldeschluss: 
18/12/2017
Ort: 
Akademie der AKS
Neumarkt 11
66117  Saarbrücken
Deutschland
Fortbildungspunkte: 
8
Gebühr: 
110,– EUR
Seminaranmeldung

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