Ausstellung Architektenwettbewerbe in Bayern 2000-2006 - Resümee

Ausstellung Architektenwettbewerbe in Bayern 2000-2006 - Resümee

Veranstaltungen

Gastredner Oliver Voitl

Publikum

Ca. 50 Interessierte folgten der Einladung zur Ausstellungseröffnung „Architektenwettbewerbe in Bayern 2000 - 2006" ins Ministerium der Finanzen des Saarlandes. Aus Platzgründen wurde dort mit 89 Tafeln knapp ein Viertel der von der Bayerischen Architektenkammer konzipierten Ausstellung gezeigt. Aus der Vielzahl der Themengebiete hatte eine Arbeitsgruppe die Bereiche „Wohnungsbau" sowie „Verkehr, Straßen, Plätze" ausgewählt. Unter den Ausstellungstafeln fand sich auch der zwischenzeitlich mit dem Deutschen Städtebaupreis 2008 ausgezeichnete St. Jakobs-Platz in München mit dem Jüdischen Zentrum (Städtebauliche Konzeption und Entwurf: Wandel Hoefer Lorch Architekten, Platzgestaltung: office regina poly).

Staatssekretär Gerhard Wack sicherte in seiner Begrüßung zu, dass die Landesregierung auch weiterhin die Auslobung von Wettbewerben fördern und unterstützen werde. Kammerpräsident Herbert Kiefer dankte Staatssekretär Wack, dass die Ausstellung in den Räumen des Finanzministeriums gezeigt werden dürfe und betonte, dass das Thema Wettbewerbe der AKS seit jeher ein Anliegen sei. Ein Wettbewerb sei das geeignetste Verfahren bei der Vergabe von Planungsaufträgen. Nur dieses Verfahren biete die Möglichkeit, aus vielen eingereichten Lösungen die beste, wirtschaftlichste und gglfs. innovativste auszuwählen. Das Wettbewerbsverfahren erbringe viele qualitativ hochwertige Konzepte, die von einem sach- und fachkundigen Preisgericht bewertet würden. So erhalte der Bauherr eine solide Grundlage für die Auftragsvergabe. Der Kammerpräsident begrüßte Gastredner Oliver Voitl, Architekt und Stadtplaner und seit 6 Jahren Referent für Wettbewerb und Vergabe bei der Bayerischen Architektenkammer. Voitl, als Mitinitiator und -organisator bestens mit der Ausstellung vertraut, führte mit seinen „weißblauen G‘schichten" in die Ausstellung ein. Er zeigte zunächst die Veränderungen des deutschen Wettbewerbswesens seit 1997 auf, die in der Einführung der VOF (Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen) begründet seien. Mit dem Verhandlungsverfahren nach VOF sei den öffentlichen Auftraggebern ein neues Vergabeinstrument an die Hand gegeben worden, welches mehr oder weniger professionell gehandhabt werde und sich deshalb als einspruchsträchtig erweise. "In Bayern ist die Zahl der Architektenwettbewerbe von 1997 bis 2006 auf durchschnittlich 52 Verfahren pro Jahr gesunken", führte Voitl weiter aus. Im Jahr 2007 habe es jedoch eine Wende gegeben und in Bayern seien 82 Wettbewerbe auf Grundlage der GRW durchgeführt worden. Dies sei ein Rekord. Zunehmend würden in Bayern auch von privaten Investoren Wettbewerbe ausgelobt. Und viele öffentlichen Auftraggeber in Bayern entdeckten das rechtssichere Vergabeinstrument des Wettbewerbs für sich. Der Wettbewerbsreferent empfahl der Aufgabe entsprechende und für den Auslober maßgeschneiderte Verfahren. Damit habe man in Bayern eine große Zufriedenheit der Beteiligten erreicht: Die Zahl der Einsprüche gehe gegen Null.

Nach seiner kurzweiligen Rede führte Oliver Voitl durch die Ausstellung und beantwortete Fragen. Die AKS dankt der Bayerischen Architektenkammer und insbesondere Oliver Voitl für ihr Engagement!

Staatssekretär Gerhard Wack, Oliver Voitl, Dr. Rena Wandel-Hoefer, Herbert Kiefer


20.11.2008
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