Besuch der Abteikirche St. Mauritius in Tholey durch die Kammergruppe Neunkirchen

Besuch der Abteikirche St. Mauritius in Tholey durch die Kammergruppe Neunkirchen

Meldungen, Artikel DAB

Dieses Mal stand der Besuch des ältesten Klosters Deutschlands – das sich im Saarland befindet (!) – auf dem Programm. In der Abteikirche St. Mauritius in Tholey ist Weltkunst zu sehen. Insbesondere das Innere der Kirche ist von immenser kultureller Bedeutung.
Mit der Restauration der maroden Fenster des Künstlers Robert Klöck aus den 1960er Jahren wurde eine neue Ära der Abtei eingeläutet: Die neuen Kirchenfenster, die von Gerhard Richter gestaltet wurden, sorgten für Aufsehen; zählt Gerhard Richter doch zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Richter hat die 3 Fenster des Altarraumes gestaltet.
Nicht minder imposant sind auch die von der afghanischen Künstlerin Mahbuba Elham Maqsoodi entworfenen Fenster in den Kirchenschiffen rechts und links, den Weg zum Altarraum flankierend.
Die religiösen Abbildungen der Künstlerin Maqsoodi sind geprägt durch kräftige Farben und Flächen, die über die Begrenzung der Fenster hinausführen. Sie sind gegenständlicher und weisen viele Details auf, die es bei den 29 Fenstern zu entdecken gilt.
Gerhard Richter hat bei der Gestaltung der Altarfenster auf Variantenvielfalt, Farbigkeit und Abstraktion gesetzt. In wiederkehrenden Spiegelungen sind Bilder entstanden, die viele Interpretationsmöglichkeiten gestatten, wenngleich der Künstler selbst nichts Gegenständliches darstellen wollte.
Der Altarraum soll lichtdurchflutet sein und die neu gestalteten Fenster sowohl eine Außen- als auch eine Innenwirkung haben.
Bemerkenswert und besonders ist bei den Kirchenfenstern, dass die Verschiedenheit der Entwürfe von Gerhard Richter und Mahbuba Maqsoodi letztendlich ein beeindruckendes Gesamtbild ergeben.
Die neu gestalteten Kirchenfenster wurden von der Firma Glasmalerei Freese aus Saarbrücken gefertigt. Bedingt durch unseren Beruf und daraus resultierenden Kontakten und im Zusammenspiel mit der Touristeninformation der Gemeinde Tholey konnten wir bei unserer Besichtigung auch die Firma Freese begrüßen und so Näheres zur Umsetzung und Ausführung der Arbeiten erfahren.
Von der Herangehensweise zur Umsetzung der Entwürfe und von der Zusammenarbeit mit den Künstlern wurde berichtet; Musterstücke und Arbeitsproben zu den durchgeführten Arbeiten an den Fenstern konnten angesehen, in die Hand genommen und die Wirkung der Farben unmittelbar erlebt werden. Ein einmaliges Erlebnis, das einem die Kirchenfenster nochmals mit ganz anderen Augen sehen und erleben ließ.
Natürlich sind nicht nur die Kirchenfenster bemerkenswert, auch die übrige Innenraumgestaltung ist sehenswert und das Erfahren und Erleben des Klostergartens mit seinen Einbauten und seiner Gestaltung einen Besuch wert.

Text: Kirsten Wahl, Vorsitzende der Kammergruppe Neunkirchen


18.09.2023
Meldungen, Artikel DAB

Mitglieder der Kammergruppe Neunkirchen während der Führung; Foto: Kirsten Wahl

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