Der nächste literarische Abend der Architektenkammer des Saarlandes findet in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Saarbrücken statt. Die beiden Herausgeber Ulf Meyer und Marco Kany stellen Isozaki Aratas Buch „Das Japanische in der Architektur“ vor. Sie haben sich gemeinsam mit der Übersetzerin Nora Bierich der Mammutaufgabe gestellt, das Hauptwerk Isozakis ins Deutsche zu übersetzen und für den hiesigen Büchermarkt aufzulegen.
Der 2022 verstorbene Pritzker-Preisträger und große Theoretiker der Moderne, legt in diesem Werk eine prägende Analyse der japanischen Architektur vor. Er beleuchtet Bauwerke vom 7. bis ins 20. Jahrhundert, untersucht ihre Ursprünge, Rezeption und die Frage, wie „das Japanische“ in der Architektur entstand und im Bewusstsein wirkte. Zentrale Themen sind historische Entwicklungen, interkulturelle Einflüsse etwa durch China und den Westen, die Wabi-Sabi-Ästhetik sowie Raum- und Leere-Konzepte. Isozaki zeigt auch, wie moderne und postmoderne Architekten diese Traditionen neu interpretieren.
Mit seinen Reflexionen, etwa zu Bruno Taut, eröffnet das Buch neue Sichtweisen auf die Wahrnehmung japanischer Architektur in Europa.
Buchvorstellung und Gespräch
Isozaki Arata – „Das Japanische in der Architektur“
Deutsche Erstausgabe, Hrsg. Ulf Meyer und Marco Kany, übersetzt von Nora Bierich
Edition AK, Saarbrücken
Di, 02.12.2025, 18 Uhr
Ort: Akademie im Haus der Architekten,
Neumarkt 11, Saarbrücken
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
