Dr. Heike Otto und Jens Stahnke während des Grußwortes; Foto: Cornelia Noll

Jens Stahnke plädiert für Schulfach „Gestaltung“

Dr. Heike Otto, Abteilungsleiterin Kultur im Bildungs- und Kulturministerium, und AKS-Vizepräsident Jens Stahnke waren 2019 erstmals bei der Vernissage „Baukultur: Architektur trifft Schule“, die am 06.11. als Auftakt der 3-wöchigen Ausstellung stattfand. Zwölf Projekte an zehn Schulen waren bei der 7. Projektauflage in diesem Jahr umgesetzt worden. Heike Otto zeigte sich begeistert von den „tollen Ergebnissen“: „Es ist ein schönes Zeichen, wenn man ein Projekt hat, wo man sieht, dass wirklich etwas dabei herauskommt.“ Ganz fantastisch und wichtig sei es, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Denn „Gebäude prägen unser Land“ und sind ein wichtiger Faktor, ob wir uns wohlfühlen oder nicht.

Auch wenn die anwesenden Schüler auf ihre Frage, ob sie denn nun alle Architekten werden wollten, noch zurückhaltend reagierten, spürte man die Begeisterung der Kinder spätestens beim gemeinsamen Ausstellungsrundgang. Bereits die jüngsten Teilnehmer einer zweiten Klasse (Grundschule Eppelborn) stellten eifrig und stolz ihre Vorschläge für neue Spielideen und eine Verschönerung ihres Schulhofs vor.

Auch Jens Stahnke, der erstmals als Tandempartner an einer Sulzbacher Grundschule (Mellinschule) tätig war, bezeichnete die Ergebnisse als erstaunlich. Die Projektarbeit in der Schule sei arbeitsintensiv gewesen und habe Spaß gemacht. „Es wurde so viel Kreativität und Engagement von den Lehrern und Schülern freigesetzt!“ Sein Credo: Kinder sollten so früh wie möglich mit den Themen Architektur und Baukultur in Berührung kommen. Den anwesenden Schülern empfahl er: „Baut mit Lego oder baut mit anderen Sachen, schafft Räume, denn Räume brauchen wir zum Zusammenleben.“ Sein Wunsch an das Ministerium: Nach dem Vorbild Dänemarks sollte das Fach „Gestaltung“ in die Lehrpläne einfließen.

Text: Cornelia Noll