Alexander Schwehm, Markus Tressel; Foto: Anne-Christin Backes

Kammerpräsident Alexander Schwehm durfte den Bundestagsabgeordneten Markus Tressel zum Gespräch in der AKS-Geschäftsstelle begrüßen. Schwerpunkte des Gespräches bildeten der ländliche Raum und gleichwertige Lebensverhältnisse.

„Es gilt eine gesellschaftliche Allianz für die Zukunft der ländlichen Räume zu schmieden und eine Grundversorgung in allen Bereichen zu schaffen“, so Tressel. Schwehm regte an, die Wohnungsbau- und Städtebauförderung miteinander zu verbinden und den städtischen Wohnungsbau durch eine bessere Infrastruktur des Landes zu entlasten. Dann werde geförderter Wohnungsbau auch im ländlichen Raum angenommen, erläuterte Schwehm. Man müsse hin zu einer durchmischten  Quartiersbildung. Industriebrachen sollten in urbane Gebiete umgewidmet werden, so dass gemischte Quartiere mit Gewerbe und Wohnen entstehen.

Tressel plädierte dafür, im Saarland eine „Willkommen zurück im Saarland“-Kultur für die junge Generation zu etablieren. Die Urbanisierung der Dörfer müsse erfolgen, Innenstädte und Ortskerne entwickelt werden. Man müsse hin zu einer Kultur, die Innovation und Fortschritt fördert. Die Digitalisierung biete große Möglichkeiten. Schwehm sprach von einer neuen Ära, die durch die Digitalisierung geschaffen wird. Die Innenstädte sollen zu neuen Zentren sozialen Zusammenlebens entwickelt werden, neue Formen der Zusammenarbeit sind zu schaffen. Durch den Wandel der Arbeitswelt müsse sich das Saarland vom Industrie- zum Wissensstandort weiterentwickeln. Es gilt diesen Themen gesellschaftlichen Nachdruck zu verleihen. Bürger und Politik müssen gemeinsam die Zukunft des Landes gestalten.

„Hierzu gehört, dass die htw saar Stadtplaner ausbildet“, führte Schwehm weiter aus. „Die Schlüsselpositionen in Politik und Verwaltung sind mit Mitarbeitern zu besetzen, die das Land voranbringen. In Bezug auf die unteren Bauaufsichtsbehörden bedeutet dies, dass die Leitungsposition eingetragene Architekten oder Stadtplaner einnehmen“, positionierte sich Schwehm.

Die Architektenkammer bedankt sich bei Markus Tressel für das interessante Gespräch und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit in diesen und weiteren Themen.

Text: Anne-Christin Backes