Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus und zunehmende Einschränkungen im Alltagsleben und im professionellen Umfeld führen bei uns, aber vor allem bei vielen Architekten und Planern zu Störungen im Betriebsablauf. Noch bedrohlicher sind die handfesten Risiken, die aus möglicherweise wegbrechenden oder verzögerten Aufträgen von Bauherren resultieren und mit finanziellen Einbußen verbunden sind.

Wir möchten Sie nachfolgend über den Stand der Dinge beim Zuschneiden von Hilfsmaßnahmen auf Bundesebene  informieren.
 
Das Bundeswirtschaftsministerium hat wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft und insb. auch für die Freien Berufe inkl. Planerbüros in Aussicht gestellt. Insbesondere bringt sich die BAK im engen Austausch mit dem Bundesverband Freier Berufe (BFB ein: Montag dieser Woche hat das BMWi beim BFB um Auskunft und Hinweise gebeten, um für die Freiberufler spezifisches politisches Handeln zu indizieren. Auch die Bundesarchitektenkammer und die Länderarchitektenkammern sind in diesen Prozess eingebunden. Wir haben uns hier durch die Formulierung von Bedarfen und Hinweisen eingebracht, was die Betroffenheit unseres Berufsstands und notwendige Hilfsangebote angeht.
 
Unter anderem stehen eine generelle zinsfreie Stundung von Steuerzahlungen, Verbesserungen der Abschreibungsbedingungen sowie ausreichende Mittel in Form von Kredithilfen und Bürgschaften im Raum. Zu denken ist unserer Auffassung nach aber auch an direkte Liquiditätszuschüsse, kurzfristige öffentliche Auftragsvergabe zur Kompensation wegfallender privater Aufträge analog zu dem Konjunkturpaket II im Nachgang der Finanzkrise und die Sicherstellung der Kinderbetreuung bei flächendeckend geschlossenen Schulen und Kitas.
 
Die BAK hat dem BFB heute zugearbeitet zu seiner gebündelten Stellungnahme und Hinweise für notwendige Maßnahmen gegeben. Nach Rücksprache mit dem BFB verstärken die BAK-Einschätzungen und Aussagen die schon eingegangenen Antworten aus den anderen technischen Freien Berufen. Die Positionen des BFB mit unseren speziellen freiberuflichen Anliegen werden heute Herrn Dr. Birkenmaier, Leiter der Stabsstelle Mittelstand, übermittelt, die dann morgen in der Kabinettssitzung vorgetragen werden sollen.
 
Zentrales Anliegen ist es dabei, dass der Schutzschild der Bundesregierung zur Abwehr der Folgen der Coronabekämpfung, der ja ständig aktualisiert und angepasst wird.
 
  • erstens vollumfänglich auch Freiberufler einbezieht und einen Anspruch gibt
  • auf spezifische freiberufliche Anliegen und Besonderheiten Rücksicht nimmt
 
Dazu ist der BFB im Gespräch mit
 
  • dem Bundeskanzleramt
  • dem Bundeswirtschaftsministerium
  • anderen Verbänden des Mittelstands
 
Sehen Sie bitte auch die heutige Pressemitteilung des BFB im Anhang anbei.
 
Auf der BAK-Website https://www.bak.de/ informieren wir mit  Hinweisen und aktuelle kurzen Meldungen zum Thema. Zu finden sind dort auch Links wie den Informationen der Bundesagentur für Arbeit für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld. Empfehlenswert auch die Website des BFB www.freie-berufe.de, in der unter der Rubrik Aktuelles vom BFB über alle Hilfsangebote informiert wird. 
 
Noch ein Hinweis zu einem Webinar mit umsatzsteuerlichen Ratschlägen:
Die Steuerberatungsgesellschaft BDO bietet am 27. März um 11.00 ein Webinar zum Thema „Chancen und Risiken aus umsatzsteuerlicher Sicht in Zeiten von Corona“ an, um praxisnah den Stand der Dinge zu erläutern. Hinweise gibt es insbesondere zu der Beantragung von Einzelfristverlängerungen, Dauerfristverlängerungen, Stundungsanträgen, Verrechnungen etc.
 
Wenn Sie Interesse haben, aus umsatzsteuerlicher Sicht in der konkreten Situation die (aktuellen) Handlungsoptionen zu kennen und richtig einsetzen zu können, finden Sie in diesem Link den Weg zum Webinar.
 
 
Mit den besten Wünschen zum richtigen Umgang mit den Herausforderungen!