Baukultur in der Praxis - Architektur in der Nachkriegszeit

Baukultur in der Praxis - Architektur in der Nachkriegszeit

Pressemeldungen
Erfolgreicher Abschluss der Veranstaltungsreihe am 05.02.2014wie die markante Architektur der 1950er Jahre wieder herausgearbeitet und ihre besonderen Qualitäten betont werden können. Zielgruppe der Abschlussveranstaltung waren erstmals Handwerker, Architekten und Eigentümer. Kammerpräsident Prof. Heiko Lukas nannte es ein wichtiges Ziel, Eigentümern aus der Eisenbahnstraße aufzuzeigen, wie ihre Gebäude aus den 1950er Jahren fachgerecht instandgesetzt werden könnten. „Wir wollen vermitteln, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Bauherren, Handwerkern und Architekten ist.“ Gerade die Bauten der 1950er und -60er Jahre stellten Planer und Handwerker vor besondere Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich des Schallschutzes, Brandschutzes und Wärmeschutzes. Es gelte, heutigen Standards gerecht zu werden, ohne die filigranen Konstruktionen zu zerstören.Georg Brenner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, betonte, das Forschungsfeld „Baukultur in der Praxis“ sei wichtig, um auch der Epoche der 1950er Jahre Respekt zu zollen. Er wies in diesem Zusammenhang auf die Arbeit der HWK-Beratungsstelle für Denkmalpflege hin. Wie eine fachgerechte und einfühlsame Instandsetzung der 1950er-Jahre-Bauten erfolgen kann, wurde im Laufe der von Prof. Ulrich Pantle (Architekt und Hochschullehrer an der hiesigen HTW) moderierten Veranstaltung deutlich. Architekt Stefan Krüger berichtete über die Sanierung des Atriumgebäudes der Staatskanzlei in Saarbrücken. Seine Empfehlung lautete: „ Machen Sie als Eigentümer alles so gut wie möglich, aber nicht noch besser“. Den Farbkanon der 1950er Jahre stellte Hans Mildenberger, Mitarbeiter des Saarbrücker Stadtplanungsamtes, vor. Anhand aufwändiger Farbuntersuchungen in der Eisenbahnstraße konnten alle Originalfarben ermittelt werden.Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Hoefer betonte, dass die Eisenbahnstraße als Forschungsprojekt besonders geeignet sei - ein überschaubarer Straßenraum, wo Qualitäten noch spürbar seien. Sie stellte den druckfrischen „Gestaltungs- und Sanierungsleitfaden am Beispiel der Eisenbahnstraße in Saarbrücken“ vor, den die LHS Saarbrücken im Rahmen des Baukultur-Forschungsprojektes erstellt hat.Ein Podiumsgespräch rundete die Kurzvorträge ab. Architekt und Zeitzeuge Klaus Krüger bezeichnete die 1950er Jahre als arme Zeit, in der es mehr Gemeinschaft gegeben habe. Er freue sich, dass die Eisenbahnstraße aufgewertet werde. Um einer „Verflachung“ bzw. dem Verlust von Profilierungen entgegenzuwirken, ist es nach Einschätzung des Architekten und Urbanisten Igor Torres wichtig, die Unterschiede aufzuzeigen und die Qualitäten hervorzuheben. Seine Arbeit an der Staatskanzlei bezeichnete Metallbauer Hermann-Josef Colle als sehr reizvoll. Mit viel Liebe zum Detail habe man einen guten Kompromiss hinbekommen. Frau Ziemer, Eigentümerin in der Eisenbahnstraße, wünschte sich regelmäßige Treffen der Hausbesitzer. „Die Stadt hat sehr viel getan. Nun sind die Eigentümer gefragt.“


17.02.2014
Pressemeldungen
Diese Webseite verwendet Cookies…

dabei werden ausschließlich solche Cookies verwendet, die technisch notwendig sind.

Diese Webseite verwendet Cookies…

dabei werden ausschließlich solche Cookies verwendet, die technisch notwendig sind.

Ihre Einstellungen wurden gespeichert