Über die Zusammenarbeit von Schulen, Berufsberatungsagenturen und der Architektenkammer des Saarlandes im Rahmen von Berufsvorstellungen und Berufsberatungen
Text: Kirsten Wahl
Ziel der Zusammenarbeit der 3 Einrichtungen Schule, Berufsberatungsagentur und der Architektenkammer des Saarlandes (AKS) ist es, jungen Menschen den Übergang von der Schule in den Beruf mittels intensiver beruflicher Orientierung und individueller Beratung zu Optionen der Berufswahl zu erleichtern.
Zum Ende der Schulzeit steht den jungen Erwachsenen eine Vielzahl an beruflichen Optionen offen: Dies eröffnet ihnen zwar viele Chancen, kann sie aber auch vor große Herausforderungen stellen. Um Fehlentscheidungen bei der Berufswahl vorzubeugen und somit auch Ausbildungs- oder Studienabbrüche zu vermeiden, ist eine unterstützende Beratung bei der Berufsorientierung sinnvoll.
Grundsätzlich gibt es zahlreiche Informationskanäle, neben privatem Umfeld, also Familie und dem Freundeskreis, stellen vor allem Schulen in Kooperation mit Arbeitsagenturen und auch Kammern und Verbänden wichtige Informations- und Bildungskanäle dar.
Die Vor-Ort-Präsentation an den Schulen bietet eine gute Möglichkeit, das Berufsbild vorzustellen, mit Vorurteilen aufzuräumen und aus dem Arbeitsalltag zu berichten. Sie gewähren sozusagen einen Einblick in die Arbeit und das Arbeiten.
In jüngster Zeit hat die Architektenkammer an Berufsinformationstagen an verschiedenen Schulen (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) im Saarland teilgenommen. Das Interesse am Beruf des Architekten/der Architektin war sehr groß und die Motivation, sich über das Berufsbild zu informieren sehr vielschichtig. Das Mitgestalten an der Umwelt, das Schaffen von Räumen und Häusern als Orte des Wohlfühlens, das Kreativsein und die Möglichkeit etwas Neues zu entwickeln standen mit im Vordergrund. Auch waren das Interesse an Technik und der Einsatz neuer ökologischer Baustoffe Themen.
Die Möglichkeiten, in welchen Bereichen man als Architekt tätig sein kann (z. B. klassisches Architekturbüro, Wettbewerbsbüro, Firmenarchitekt, im Bereich Journalismus und dem öffentlichen Dienst – um nur einige zu nennen) hat ebenso überrascht als auch die Vielseitigkeit, die der Beruf mit sich bringt. Hier sei die Spezialisierung in die verschiedenen Fachrichtungen erwähnt: Hochbauarchitektur, Innenarchitektur, Stadt- und Raumplanung und Landschaftsarchitektur.
Die Schüler/innen hatten sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht und Fragen vorbereitet, so dass sich im Rahmen der Präsentation ein lebhafter Austausch ergeben hat. Das Architekturstudium mit seinen Studieninhalten wurde vorgestellt sowie die Betätigungsfelder, die das Berufsleben des Architekten ausfüllen.
Die Berufsinformation hat auch gezeigt, dass das Berichten aus dem (Berufs-)Alltag mit all seinen Höhen und Tiefen wichtig ist und eine gute Entscheidungshilfe darstellt.
Es hat große Freude gemacht zu sehen, dass der Beruf des Architekten nach wie vor großes Interesse weckt und nachgefragt wird.
Es bleibt zu wünschen und zu hoffen, dass sich manche der Schüler/innen auf den Weg machen, um ein Architekturstudium aufzunehmen und erfolgreich zu absolvieren.
Auch zukünftig wird die Architektenkammer die Berufsinformationstage und Berufsmessen an und mit Schulen und Berufsberatungsagenturen unterstützen.
Kirsten Wahl ist selbständige Architektin in Spiesen-Elversberg und Kammergruppenvorsitzende des Landkreises Neunkirchen. Sie präsentiert bei Berufsinformationstagen an Schulen das Berufsbild des Architekten/der Architektin.