Planverfahren Neuordnung der Ortsmitte Quierschied

Planverfahren Neuordnung der Ortsmitte Quierschied

Wettbewerbe / Preise, Pressemeldungen

Die Gemeinde Quierschied hatte im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung eines städtebaulichen Planverfahrens skizzenhafte Lösungsvorschläge und Ideen für die städtebauliche Entwicklung und Neuordnung der Ortsmitte einschließlich der Einbindung des Veranstaltungssaals abgefragt. 3 Teams wurden mit der Konzeption beauftragt:
- Alt + Britz (Stadtplanung und Architektur), Saarbrücken, mit Paul Pattay (Freiraum), Wien
- Dutt + Kist (Stadtplanung und Freiraum), Saarbrücken mit Hepp+Zenner (Architektur), Saarbrücken
- FloSundK (Stadtplanung und Architektur), Saarbrücken mit Ernst + Partner (Freiraum), Trier

Begleitet wurde das Verfahren von einer "Lenkungsgruppe" und einer Jury aus Fachleuten und Vertretern der Gemeinde, des Ministeriums für Inneres, Landesplanung und Sport sowie lokalen Akteuren. Zum Juryvorsitzenden wurde Kammerpräsident Prof. Heiko Lukas gewählt.

Offenheit sollte das Verfahren prägen. Im Rahmen eines ersten Workshops konnten die Teilnehmer ihre Zwischenergebnisse vorstellen und diese mit allen Beteiligten diskutieren. In einer zweiten Phase arbeiteten die Teams unter Berücksichtigung der Anregungen aus dem ersten Workshop die endgültige Fassung ihrer Konzepte aus, stellten ihre Planung in einem zweiten Workshop vor und beantworteten Fragen.

Die Endfassung sollte insbesondere Entwicklungspotenziale von Freiflächen oder freiwerdenden Flächen, die Platzierung und Größenordnung des Veranstaltungssaals sowie Lösungsmöglichkeiten für die künftige Nutzung des Innerortsbereiches aufzeigen.

Die Gemeinde beabsichtigt, den zentral gelegenen Bereich zwischen Marienstraße, Rathausstraße und Rewe-Markt städtebaulich neu zu ordnen. Die Fläche befindet sich derzeit in einem städtebaulich inhomogenen Zustand. Mit dem Abbruch des Rathauskomplexes wurden auch der Kultursaal und die Bibliothek entfernt, sodass die Gemeinde derzeit nicht über einen adäquaten Veranstaltungssaal verfügt.

Eine gesamtplanerische Herangehensweise und die stufenweise Realisierbarkeit waren gefordert. Kostengünstige Lösungen wurden gesucht.

Nach einer ausführlichen Diskussion hat die Jury einstimmig beschlossen, dem Gemeinderat das Konzept des Teams Dutt + Kist mit Hepp+Zenner zur Weiterverfolgung zu empfehlen. Insgesamt wurde der Beitrag als sehr überzeugend angesehen. Die Arbeit sei mit viel Sensibilität für die Besonderheiten des Ortes konzipiert. Besonders gelobt wurde der Umgang mit den fußläufigen Verbindungen auch über das Plangebiet hinaus sowie die Anbindung der Marienstraße über den Platz hinweg. Auch die Terrassierungen zur Überbrückung des Höhenunterschiedes und der Einbindung des Bereiches Kappelberg wurden positiv hervorgehoben. Der vorgeschlagene 2-geschossige Baukörper wirke in seiner Kubatur der Funktion entsprechend angemessen und sei richtig platziert und das Gebäude der alten Post werde scheinbar selbstverständlich in die städtebauliche Konzeption integriert. Der Freiraumgestaltung und insbesondere auch dem Miteinbeziehen des Kappelbergbereiches wurde eine hohe stadt- und landschaftsräumliche Qualität zugesprochen. Auch die Wirtschaftlichkeit des Konzeptes wurde positiv eingeschätzt.

Die Funktionalität des Veranstaltungsgebäudes wurde sowohl für die Lage der Bankfiliale als auch für den Veranstaltungssaal selbst als überzeugend bezeichnet. Und der Marktplatz sei vielfältig nutzbar und biete eine gute Flexibilität.


30.10.2012
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